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VHDL (Very High Speed IC Hardware Description Language)
 
Eine Hardware-Beschreibungssprache, vergleichbar mit einer Programmiersprache, mit der es möglich ist, komplizierte, digitale Systeme einfach zu beschreiben.

VHDL wurde in den frühen 80er Jahren auf Betreiben des US-Verteidigungsministeriums entwickelt mit dem Ziel einer Vereinheitlichung der Dokumentation komplexer, digitaler Systeme. Die erste kommerzielle Version wurde 1985 veröffentlicht, sie entstand aus einer Zusammenarbeit von IBM, Texas Instruments und Intermetrics. VHDL ist durch den IEEE1076 Standard von 1993 genormt.

Bei VHDL arbeitet man nicht mit einzelnen elektronischen Bauteilen, sondern beschreibt das gewünschte Verhalten einer Schaltung auf einer höheren Abstraktions-Ebene. VHDL ermöglicht das schnelle Entwickeln großer und komplexer Schaltungen (z.B. Mikroprozessoren mit vielen Millionen Transistoren), die hohe Effizienz erfordern (zeitlich wie ökonomisch) und unterstützt den Ingenieur bei allen Arbeiten. So kann ein System simuliert, verifiziert und schließlich eine Netzliste erstellt werden. Aus der Netzliste können Masken für die Herstellung von MPGAs oder ähnlichen VLSI-Chips produziert werden oder sie kann (nach Konvertierung in einen geeigneten Bitstream) direkt in ein FPGA oder CPLD geladen werden. Ferner hat sich VHDL inzwischen als Standard für die Simulationsmodelle von IP (Intellectual Property) durchgesetzt.

Neben VHDL existiert Verilog. Beide Sprachen sind weltweit die meistgenutzten Hardware- Beschreibungssprachen.
 
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